ZEITBONBONS

Wenn ich das Lädchen aufschließe und meine Stubenhocker begrüße, dann ist das für mich Glück pur. Meine erste Reaktion als klar war, dass ich das Lädchen schließen muss? Mir schossen die Tränen ist die Augen und ich war tieftraurig. Aber dann, als ich durchgeatmet und mich beruhigt habe, ist mir eins klar geworden:
JETZT ist sie da, die Zeit der Ruhe und Entschleunigung. ZEIT, mich auszuruhen, Kraft zu sammeln, im Garten zu harken, zu buddeln, die Natur zu genießen, die sich jetzt von ihrer schönsten Seite zeigt. UND- ich habe ZEIT, viel mehr alten Möbeln ein neues Leben zu schenken, als ich das sonst tun könnte. ZEIT, Projekte anzugehen, die schon lange in meinem Kopf arbeiten. Ich habe es endlich wieder geschafft, ein Buch zu lesen. Sonst war ich einfach zu müde, oder musste andere Dinge erledigen. Ich vermisse meine Lieben, die ich jetzt nicht sehen kann. Aber anstatt eben mal schnell eine Whatsapp zu schreiben, telefoniere ich jetzt viel und lang. Leckere Tasse Tee, gemütlich, gemütlich hinsetzen und los gehts. Und wisst ihr, was ich ganz wunderbar finde? Dass sich auch unsere Natur und Umwelt erholen kann.
Ganz ehrlich? Wir leben in einem wunderbaren Land. Und wir können glücklich sein, dass wir diese Krise hier erleben.
Wir haben ein Dach über dem Kopf, haben es warm und trocken und wir müssen keine Angst haben, zu hungern.
Diese soziale Distanz, die wir gerade einhalten müssen, ist doch auch eine Chance.
Nutzt sie. Ruht euch aus. Sammelt Kraft. Denkt nach. Telefoniert mit Euren Lieben, die ihr nicht sehen könnt oder dürft. Setzt Euch in die Sonne. Am Fenster, auf dem Balkon oder im Garten.
Trefft euch hier auf meinem Blog. Schreibt mir. Erzählt von dem, was Euch beschäftigt, oder von schönen Erlebnissen, die ihr habt. Erleichtert euer Herz, wenn es euch schwer wird.
Ich mache abends eine Kerze an und denke an all diejenigen, denen es nicht gut geht, die große Sorgen haben oder diejenigen, die unglaubliches leisten in dieser Zeit.
Passt auf Euch auf und bleibt gesund!

ZWANZICHZWANZICH

Jetzt ist es doch passiert. Mein letzer Eintrag liegt nun schon wieder Wochen zurück. Advent, Weihnachten, Silvester und Neujahr- VORBEI! Eigentlich wollte ich schreiben. Ganz viel sogar. ABER- dann kam dies und das, mir fehlte einfach die Zeit. Und am 21. Dezember, nach dem letzten Lädchentag im alten Jahr, da brauchte ich nur noch PAUSE. Selbst der Flüsterer in meinem Kopf hat ganz aufgehört zu sprechen. Ach- von dem Flüsterer habe ich Euch ja noch gar nicht erzählt. Er wohnt in meinem Kopf und liebt es, ständig zu reden und Geschichten zu erzählen. Gab keine Ruhe und war zu allen (un)möglichen Zeiten auf Sendung. Wisst ihr, warum ich beschlossen habe zu bloggen? Eben darum! Und jetzt? Seitdem ich den Blog habe, geht er immer öfter in Sendepause. Na prima!
Das neue Jahr ist bereits in vollem Gange. Ein ganz neues, frisches Jahr. Und noch dazu eines, was sich ganz wunderbar anhört. Zwanzichzwanzich. Welches Jahr haben wir? Zwanzichzwanzich! Und soll ich Euch was sagen? Das Stubenhocker-Lädchen hat bereits sein viertes Jahr begonnen. Wer weiß, was es bringen wird? Ich bin sehr gespannt. Nee- ich komme jetzt nicht mit den guten Vorsätzen für das neue Jahr. Ich kann es nämlich nicht mehr hören. „UND??? Was sind DEINE guten Vorsätze fürs neue Jahr?“ Ganz ehrlich? Wenn ich etwas ändern möchte, dann klappt es doch erst dann, wenn ich es WIRKLICH möchte. Und nicht, weil jetzt ein neues Jahr beginnt…. Sogar die Werbung hat die guten Vorsätze für sich entdeckt. Für Zahnpasta. „Und – gerade jetzt-, im neuen Jahr-, guter Vorsatz-L……“
Wie wäre es stattdessen mit:
Vielleicht sollten wir einfach mal das tun, was uns GLÜCKLICH macht, und nicht das, was am Besten ist.
In diesem Sinne- lasst es Euch gut gehen und tut das, was Euch glücklich macht.
Was ist es, was Euch glücklich macht? Ich freue mich über Eure Kommentare!

 

Zum Glück außergewöhnlich

Neulich habe ich einen alten Büroschrank besucht, der seit Jahren im Keller wohnte. Er arbeitete dort als „Schrank für alles, was verstaut werden muss“. Er hatte es warm, trocken und schön sauber dort, war aber trotzdem in einem erbärmlichen Zustand. Kaputt, voller Risse und Löcher, abgebrochene Füße, zerfetztes Papier auf den Einlegeböden, die an zerrosteten Heftzwecken hingen. Seine Besitzerin stand still da, als ich den Schrank begutachtete und wartete darauf, was ich sagen würde, denn sie wollte den Schrank in ihre Wohnung stellen und wieder als Büroschrank benutzen. „Was bist Du für ein zauberhafter Schrank “, sagte ich zu ihm. Ich hörte die Erleichterung der Besitzerin fast plumpsen. „Ja, nicht wahr? Ich hätte ihn niemals auf den Sperrmüll geben können“. Mittlerweile ist er in der Stubenhockerwerkstatt angekommen und genießt seine Kur in vollen Zügen. Es wird noch ein kleines Weilchen dauern, aber dann kann er in sein neues Zuhause und darf dort nach einer Weihnachtspause wieder als Büroschrank arbeiten. Ich finde es immer wieder wunderbar, in einem scheinbar wertlosen Möbelstück das Potenzial für ein außergewöhnliches Einzelstück zu entdecken. Wisst Ihr, was das Spannendste an meiner Arbeit ist? Nie zu wissen, was mich wirklich erwartet, wenn ich alte Möbelstücke bearbeite. Und wisst Ihr, was das Schönste ist? Wenn aus einem scheinbar wertlosen Möbelstück nach und nach ein Unikat wird.
Zum Glück außergewöhnlich eben.

Ostfriesennerz und Apfel-Zimt-Ballen

Ach Du meine Güte! Da sind schon wieder fast zwei Monate um, ich hab keine Zeile geschrieben und schwupps- haben wir herrlich grauen und nassen November. Herrlich nass, weil neulich- da habe ich mir einen Ostfriesennerz gekauft. Kennt ihr! Große Kapuze, voluminöse Taschen mit Klappen und eine Frontleiste mit Druckknöpfen. Ostfriesennerze sind wieder absolut in. Schon länger. In allen möglichen Farben. Gibt’s sogar mit Innenfutter. Damals haben Alle einen getragen. In leuchtend gelb. Meiner ist Khakigrün. Der beste Kauf ever! Gemütlich, absolut regendicht und im Duett mit meiner Regenhose unschlagbar. Und herrlich grau? Weil es dann drinnen soooo gemütlich ist. Kerzen, heißer Tee, Lieblingsbuch aufm Sofa. Aber der November hat noch viel mehr zu bieten. Das Stubenhocker-Lädchen hat Geburtstag und wird drei Jahre alt; den jährlichen Adventszauber, der die kleine, feine und zauberhafte Adventszeit im Lädchen einläutet; mein Lieblingsrezept, das aus der Schublade hüpfen darf. Wird es auch Euer Lieblingsrezept?

Apfel-Ballen mit Zucker und Zimt
Teig
200 g Magerquark, 100 ml Rapsöl (Rapsöl ist geschmacksneutral)
Mark einer Vanilleschote oder Bourbon Vanille gemahlen
110 g Zucker, 300 g Weizenmehl, 10 g Backpulver
Zwei mittelgroße Äpfel- geschält, entkernt, in grobe Stücke geschnitten (wichtig, dann werden sie schön saftig)

Zubereitung
Magerquark und Rapsöl mit Zucker und dem Mark der Vanilleschote in einer Schüssel verrühren.
Anschließend das Mehl mit dem Backpulver vermengen und unter die Quark-Öl-Masse kneten.
Die Apfelstücke unterarbeiten.
Der Teig ist feucht und klebrig, aber das muss so sein.
Nun 6 bis 9 Ballen formen und diese mit Abstand auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech setzen.
Bei ca. 180° für etwa 20-25 Minuten backen.
Die noch heißen Ballen in einer Zucker-Zimt-Mischung wälzen.
Warm und mit Sahnehäubchen….. mmmmhhhhhh-lecker!

Kartoffel mit Herz

Zwei ganze Monate habe ich hier nichts von mir hören lassen. Jetzt bin ich wieder bei Euch. Es war so viel los, dass ich den Kopf zwar voll hatte, Muße zum Schreiben, hatte ich nicht. Ich hab Äpfel geerntet und eingemacht, ganz viele Möbel gepinselt, das Lädchen umgeräumt. Und endlich auch für uns Zuhause einen ganz traumhaften, alten Vitrinenschrank zu neuem Leben erweckt. Der steht jetzt im Wohnzimmer und hat ganz viele Mitbewohner, die es sich aus seinen Regalbrettern gemütlich gemacht haben. Alte Blechdosen, wie das „Lebewohl Hühneraugenpflaster“, „Trim Schuhputz“, „Stahlstecknadeln Nr. 6, 50g.“ Oder die Nähutensilien, die in alten Nähkästchen wohnten. Da gibt es „Ersatzteile für Strumpfhalter“ oder „das reichhaltige Nadelsortiment für jede Dame“. Ich liebe diesen Schrank mit all seinen wunderbaren Bewohnern. Und was hat jetzt die Kartoffel damit zu tun? Beim Kartoffelschälen hatte ich plötzlich eine Herzkartoffel in der Hand. Und das fand ich so wunderbar, dass ich es hier erwähnen muss. Und jetzt kommt das, was ich Euch versprochen habe. Das Apfelmus Rezept.

Apfelmus

2kg Äpfel
200 ml Wasser (oder weniger, wenn die Äpfel sehr saftig sind.)
2-3 EL Zucker. Kommt darauf an, wie süß oder sauer die Äpfel sind und wie man es mag.
Zimt nach Belieben (ich liebe Zimt, daher kommt bei mir immer etwas mehr rein.)

Apfel schälen, vierteln und auf eventuelle Hinterlassenschaften ehemaliger Mitbewohner untersuchen.
Klein schneiden und ins Übergangsheim im Kochtopf legen. Wasser und Zucker hinzufügen. Die Apfelstücke weichkochen. Zimt nach Belieben dazugeben.
Apfelstücke mit dem Kartoffelstampfer bearbeiten, dann bleibt es schön dick mit Stücken. Oder pürieren, wer es flüssig mag.
Bei mir kommt das Mus in Marmeladengläser, die ich zuvor gründlich in kochendem Badewasser sterilisiert habe. Nicht ganz voll machen, unbedingt 2 cm Platz lassen und einkochen.
Ich mache das im Backofen.

Habt noch einen schönen Restsonntag und lasst es Euch gut gehen.

Noch da?

Unser Wohnzimmerboden liegt uns seit fast sieben Monaten in den Ohren, weil er es ohne Teppich ungemütlich findet. Er hat ja Recht. Aber findet mal zwischen Trillionen von Teppichen genau den, der Euch gefällt. Und wenn man sucht, wird das eh nix. Also haben wir beschlossen zu warten, bis uns der Teppich findet. Vor zwei Wochen war es dann soweit. Wir sind Samstagsabends noch durch ein Geschäft gebummelt, das Möbel und Wohnaccessoires aus fernen Ländern hat. Einfach nur gucken. Mein Mann schaut sich gerade etwas an, als ich im Gang um die Ecke biege und IHN sehe! Auf einem Stapel von Teppichen lag er da. Wunderschön, in zarten Farben, aus Baumwolle. Obwohl wir sicher ahnten, dass er sich farblich gar nicht mit unseren Sessel vertragen würde, haben wir ihn gekauft. Er war es! Genau so, wie er sein sollte. UND- er hat auf uns gewartet. Und unsere Ahnung? Die war richtig. Was tun? Die Sessel verkaufen. Fotos gemacht und einen kurzen Text mit allen Maßen, Angaben und dem Preis auf zwei Portalen online gesetzt. Und dann kamen sie. Anfragen. Nee, so kann ich sie nicht nennen. Also- Sätze, die können ja kurz sein. Aber damit man überhaupt von einem Satz sprechen kann, braucht es ein Subjekt, Prädikat und ergänzend ein Objekt. Dachte ich. Hab ich mal so gelernt. Falsch! Es braucht nur zwei Worte, oder manchmal nur ein Wort. Satzzeichen, Anrede oder Begrüßung? Vollkommen überbewertet! Heute- geht das kurz und schmerzlos für den Sender, schmerzvoll für den Empfänger.

noch da | alles zusammen | letzter preis | wie groß | Angebot 100 | kostet

Ich habe trotzdem freundlich und in ganzen Sätzen geantwortet. Aber dann ist mir fast die Hutschnur gerissen und ich habe meine Angaben ergänzt. „Anfragen in ganzen Sätzen, bitte keine Angebote.“ Hätte ich mir sparen können. So wie Größenangaben und alle Informationen. Wird eh nicht gelesen. Von 15 Anfragen, gab es Drei, die höflich und in ganzen Sätzen nachgefragt haben. Und bei Zweien von denen, werden unsere Sessel jetzt wohnen.

Kroskrams

Ich habe Eine. Ihr habt auch eine. Ganz bestimmt. Eine Kramschublade. So ein wunderbares Helferlein, wenn man mal wieder dieses „ich weiß nicht wohin, muss aber aufbewahrt werden“ Ding in der Hand hat. Schublade auf, schnell rein damit, Schublade zu. Man weiß nie so genau, was in den Tiefen alles schlummert. Und eigentlich mag man solche Schubladen nur so lange, bis man sie aufräumen oder ausmisten muss, denn jede Schublade ist irgendwann mal voll. Ich habe letztes Jahr eine alte Kommode für unser Zuhause angepinselt und den Innenraum mit passender Tapete ausgestattet. Ein herrliches Teil- vier Schubladen und rechts und links eine Tür. Ihr könnt Euch denken, was kommt? Richtig. Schnell alles rein, sortiert wird ein andermal, Türen und Schubladen zu und schwupps, alles ordentlich. Äußerlich zumindest. Mittlwerweile habe ich die Schubladen aufgeräumt. Hinter den Türen leben Schuhkartons in denen Sachen 🙂 wohnen, kein Krams. Einer davon, ein sehr großer, beheimatet Karten. Geburtstagskarten, Weihnachtskarten und so Karten eben. Jahrelang habe ich JEDE Karte aufbewahrt. Weil- ist ja  schön, Karten zu bekommen. So richtig handgeschrieben. Also- Karton auf, Karte nehmen und lesen. AHA! …. Wünscht Dir und Deiner Familie… WEG! … ein schönes Fest im Kreise Deiner Lieben… WEG! Oder die mit gedrucktem Spruch vorne drauf und drinnen Herzlichst… WEG!
Nur die Karten, auf denen richtig viele Buchstaben wohnen, die zu netten Sätzen zusammengewachsen sind, dürften bleiben. Und davon gab es nur eine Hand voll.
Wie steht es um Euren Kroskrams?

Alles Apfel, oder was?

Als wir in unsere Wohnung einzogen, war in unserem Garten ein Baumstumpf mit dem Umfang eines kleinen LKW Reifens. Wir haben wir ihn einfach gelassen, wie er ist und uns nicht weiter darum gekümmert. Bis eines Tages aus diesem Baumstumpf ein Apfelbaum wurde. Was habe ich mich gefreut und in Gedanken schon Apfelmus eingekocht. ABER- statt vielen Äpfeln, beherbergte der Apfelbaum Jahr für Jahr eklig klebende Apfelgespinnstmotten. Die weißen, klebenden Gespinste haben irgendwie was von Halloween. Während ein Nachbar irgendwann die Nase voll hatte und im „schicken“ Ganzkörperanzug seinen ebenfalls mit Gespinnstmotten behafteten Apfelbaum abgesägt und entsorgt hat, haben wir die Gespinnstmotten an unserem Apfelbaum einfach gelassen, wo sie waren. Aber nicht, ohne diese elenden Gespinnstmotten wüst zu beschimpfen- also ich jetzt. Diese Plagegeister wollen ja auch leben-von mir aus bitteschön, aber bitte nicht in unserem Apfelbaum. Ich wollte doch endlich Äpfel ernten und lecker Apfelmus daraus machen. Ich liebe nämlich Apfelmus. Das kann ich immer essen.
Ich hatte es schon aufgegeben, jemals viele Äpfel an diesem Baum zu sehen. Bis Juli 2015. Da hing der Baum über und über voller Äpfel. Weiße Klaräpfel. So viele Äpfel, dass ich einen Vollzeitjob im Äpfelschälen draus hätte machen können. So in ungefähr, etwa andeutungsweise jedenfalls. Und was soll ich sagen? Seitdem konnten wir jedes Jahr Mitte bis Ende Juli ganz viele Äpfel ernten und ich Apfelmusvorrat für ein Jahr einkochen. Naja, Apfelgespinnstmotten wohnen auch noch jedes Jahr im Apfelbaum, aber nur ganz Wenige. Sie haben mich anscheinend verstanden. 😉 Ihr bekommt Utas Apfelmus Rezept. Versprochen!

Mein kleines großes Glück

Es ist klein und mein. Das Stubenhockerlädchen. Ich habe richtig nette Kunden. Oft zaubert es ihnen ein Lächeln ins Gesicht, wenn sie hereinkommen. Und wenn ich dann höre „Haaach, ist das schön hier“ oder „Sie sind aber mit Herzblut dabei“, dann weiß ich, dass ich alles richtig gemacht habe und bin einfach nur glücklich.
Aber es gibt auch die „Herumkritteler“.

„Sie sind JA NIE da!“ (Ich stehe im Laden)
„Schönen guten Tag! Ich bin jeden Freitag und Samstag im Lädchen und auch nach Vereinbarung.“
„Wieso öffnen Sie NUR freitags und samstags?“ „Ich arbeite noch in meinem Beruf.“
„Ach sooo, das ist nuuur ein Hobby!“
„Es ist ein ganz wunderbares Hobby und meine Leidenschaft.“
„SIE SIND aber WEEEEIT außerhalb! (ich bin schlappe 6 Minuten von der Innenstadt entfernt)
„Schön, dass Sie sich auf den Weg gemacht haben.“
„Warum haben Sie ihr Geschäft nicht in der Stadt?“
„Die Mieten in der Stadt kann ich mir nicht leisten, und wo in der Stadt gibt es so zauberhafte, kleine Ladenlokale?“

Puhh, das hier ist dann schon eine ganz andere Liga. Tief durchatmen und ruhig bleiben.
„Ich hätte ja nicht gedacht, dass DAS was wird hier!“
„Hier fehlt eine Außenwerbung! Eine Leuchtreklame!“
„Das kann ich nicht so einfach machen und ich bin zufrieden mit der Tafel, die draußen steht.“
„Können S
ie das nicht? Da müssen Sie sich mal Jemanden holen, der das kann!“

Ich habe mal einen schönen Satz gelesen.
Man lebt ruhiger, wenn man nicht alles sagt, was man weiß, nicht alles glaubt, was man hört und über den Rest einfach lächelt.
Ich fühle mich wunderbar wohl da, wo ich bin. In meinem Lädchen mit Werkstatt und meinen allerliebsten Nachbarn, die ebenso kleine, zauberhafte Ladenlokale haben, wie ich.

Foto Pixabay/klimkin

 

Auch ein Kühlschrank braucht mal Deo

Manchmal muss ein würziger Käse mit nach Hause. Ein Brie, der so würzig ist, dass man Schnappatmung bekommt. So unfassbar würzig, dass die Kühlschranktüre sich standhaft weigert, zu schließen, weil sie befürchtet, dass alle Kühlschrankbewohner ohnmächtig werden. Ihr wisst, wovon ich spreche? In solchen Situationen muss man dem Kühlschrank die Arbeitsbedingungen erleichtern, damit er weiterhin seinen Dienst tut. MIT DEO! Ich meine jetzt nicht normales Deo, sondern spezielles Kühlschrankdeo. Und dieses Deo heißt Natron und macht den Kühlschrank müffelfrei. Bei mir wohnt das Kühlschrankdeo in einer roten Pappschachtel mit weißen Punkten. Ihr könnt auch ein kleines Marmeladenglas nehmen und Löcher in den Deckel machen. Nach ein paar Wochen wird es ausgetauscht.